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6. Mai 2021
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In den kommenden Jahren wird das Glasfasernetz in Deutschland weiter stetig wachsen. Aber trotz aller Bemühungen der Netzbetreiber und den Förderinitiativen von Bund und Ländern, gibt es nach wie vor unterversorgte Anschlüsse. Und einige davon werden nicht kurzfristig mit Glasfaser erschlossen werden können. Anlass also, sich die Alternativen näher anzusehen, mit denen sich die Zeit bis zum Glasfaseranschluss überbrücken lässt.

Wenn leitungsgebundene Optionen nicht zur Verfügung stehen, oder nicht die benötigte Leistung bringen, bleibt nur die Verbindung über die Luft, also Funk. Konkret bedeutet das Internet über Mobilfunk, Richtfunk oder Satellit.

Falls eine Versorgung mit 4G besteht, lässt sich eine Internetversorgung über Mobilfunk realisieren. Dank fallender Preise für Datenvolumen kann Mobilfunk heute Konnektivität sicherstellen, wo ein breitbandiger Festnetzanschluss nicht zur Verfügung steht. Mit dem Ausbau zu 5G wird die Leistungsfähigkeit solcher Anschlüsse dann zukünftig weiter steigen.

Richtfunklösungen können in solchen Fällen eine sehr performante Lösung darstellen. Die Verfügbarkeit, Kosten und Art der Umsetzung hängen dabei stark von den vorhandenen Rahmenbedingungen ab. Ob also eine Richtfunklösung realisierbar ist, kann deshalb nur im Einzelfall bestimmt werden. Die Kosten für die Einrichtung von Richtfunklösungen variieren entsprechend und können von einigen hundert bis zu mehreren tausend Euro betragen.

Wo eine Mobilfunklösung („Fixed Wireless Access“) aufgrund fehlender Verfügbarkeit nicht möglich ist und sich auch keine Richtfunkstrecke realisieren lässt, da kann mit Satelliten Internet die benötigte Konnektivität geschaffen werden. Bis zu 100 Mbit/s lassen sich über geostationäre Satelliten erzielen, mit den neuen Low Earth Orbit (LEO) Satelliten à la Starlink sind es sogar bis zu 150 Mbit/s und vor allem deutlich kürzere Latenzen.
Satelliten Internet lässt sich nahezu überall einrichten, wo eine Satellitenschüssel mit südlicher Ausrichtung montiert werden kann und die Installationskosten liegen in der Regel deutlich unter tausend Euro.

Das Gigabitbüro des Bundes wird in den kommenden Monaten an drei unterschiedlichen Standorten in Deutschland das Satelliten Internet testen und darüber berichten. Dabei sollen unterschiedliche Aspekte beleuchtet werden, von der Installation über die Leistungsfähigkeit in unterschiedlichen Anwendungsfällen und natürlich auch die Kosten.

Unsere drei Tester haben GEO-Satelliten Internet in Bayern, Thüringen und Hessen installiert und werden in den kommenden Wochen ihre Erfahrungen teilen.

Installiert wurde hierfür jeweils bidirektionale Satellitentechnik, die mit SB2+-Verbindungen bis zu 50 Mbit/s ermöglicht. Diese Technik werden wir in unterschiedlichen Wettersituationen, bei diversen Anwendungen und auf die relevantesten Leistungsmerkmale hin untersuchen.

Artikel
27. Mai 2021
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