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27. Mai 2021
Eine der Test-Anlagen des GBB © Gigabitbüro des Bundes

Im Satelliten Blog – Teil 1 beschäftigten wir uns mit den Anwendungsfällen der Technologie, die es auch an abgelegeneren Orten ermöglichen soll, eine schnelle und stabile Internetverbindung zu erhalten. Um Erfahrungswerte aus erster Hand zu teilen, wird das Gigabitbüro des Bundes in den kommenden Monaten an drei unterschiedlichen Standorten in Mittel- und Süddeutschland das Internet via Satellit testen und über die Ergebnisse berichten. Dabei werden verschiedene Aspekte beleuchtet, von der Installation über die Leistungsfähigkeit in beruflichen und privaten Anwendungsfällen aus der Praxis und nicht zuletzt die Kosten für den Nutzer.

Innerhalb der letzten Wochen konnten die ersten Stationen in den drei Bundesländern Bayern, Thüringen und Hessen erfolgreich installiert werden. Im zweiten Teil des Blogs beschäftigen wir uns konkret mit der Installation der technischen Komponenten zur Nutzung des Satellitenanschlusses. Die Satellitentechnik erfordert im Vergleich zu kabelgebundenen Technologien zusätzlich zu einem Router oder Modem weitere Komponenten. Zur Anbindung an das Internet wird ein Empfangssystem benötigt, welches mit der bidirektionalen Satellitentechnik SB2+ arbeitet. Die Empfangsantenne, welche man sich ähnlich wie eine klassische Satellitenschüssel für den TV-Empfang vorgestellt werden kann, wirft das Signal auf einen sogenannten iLNB Sensor, welcher das Signal aufnimmt und kabelgebunden an das Modem weiterleitet.

Die Standorte unseres Satelliten-Tests © Gigabitbüro des Bundes

Aktuell sind mit dieser Technologie Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s möglich. Die Installation erfolgt nach Buchung des passenden Tarifs – es stehen verschiedene Tarife zwischen 19,95 € und 69,95 € mit unterschiedlichen Inklusiv-Volumen zur Auswahl – für gewöhnlich durch einen ausgebildeten Fachmann. Die Tester erhalten nach der Buchung ein Paket per Post zugesendet, welches alle wichtigen Teile enthält. Der bei der Buchung vereinbarte Termin mit dem Techniker dient zum einen der technischen Installation. Zum anderen wird die Empfangsantenne optimal ausgerichtet, sodass die bestmögliche Verbindungsqualität garantiert werden kann.

Bei der eigenständigen Installation ohne die Unterstützung eines Technikers ist insbesondere ein fester Stand der Anlage und die genaue Ausrichtung zu beachten. Zur Feinjustierung wird eine Software zur Verfügung gestellt, welche nach Inbetriebnahme des Modems eine Konfiguration der idealen Position erleichtert.

Komponenten der Installation Internet via Satellit © SATSURF by Filiago

Bei der Positionierung der Anlage ist eine freie Sicht sowie ein ausreichender Windschutz zu beachten. Der Standort wird von den Testern bereits vor Eintreffen des Technikers ausgewählt, kann aber durch das 30 Meter lange Verbindungskabel flexibel angepasst werden. Im Rahmen der aktuellen Testreihe wurden verschiedene Standorte auch abseits des Daches wie der Balkon oder ein Fenster gewählt, um die verschiedenen Ergebnisse vergleichen zu können. Auch die Verteilung der Tester über die drei Bundesländer mit unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten wie Wald und Bergen tragen zu einem breit gefächerten Test bei.

Der Prozess bis hin zu einer optimalen Position und der anschließenden Fixierung der Antenne nahm bei Installation zwei bis vier Stunden in Anspruch. Bei handwerklich begabten Testern ist von einer ähnlichen Dauer auszugehen. Abschließend können das Modem und der Router final eingerichtet und genutzt werden.

Die bereits installierten Anlagen werden momentan intensiv auf Leistungsfähigkeit mittels Speedtests und durch die Nutzung verschiedener Anwendungen getestet und ausgewertet. Im nächsten Teil des Blogs beschäftigen wir uns somit genauer mit technischen Vor- und Nachteilen der Technik sowie unseren ersten Messergebnissen, die die Frage beantworten sollen: Wie leistungsfähig ist die Satellitentechnik wirklich?

Artikel
6. Mai 2021
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