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Um den flächendeckenden Ausbau der Glasfasernetze effizient voranzutreiben, kommen unterschiedliche Verlegetechniken zum Einsatz. Neben dem klassischen offenen Grabenbau haben sich verschiedene alternative Verlegemethoden wie das Trenching etabliert. Die mit dem Trenching verbundenen Rahmenbedingungen zur Entscheidungsfindung sowie die Einsatzmöglichkeiten im Rahmen eines Pilotprojekts der Stadt Dortmund beleuchtet das Gigabitbüro – auf Initiative des Steuerkreises Bauwesen und der Arbeitsgemeinschaft Digitale Netze im Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) – in Interviews mit städtischen Verantwortlichen.

Im Gespräch mit Björn Meder und Dr. Jan Fritz Rettberg: Planung und Rahmenbedingungen

Im Interview mit dem Gigabitbüro des Bundes sprechen Dr. Jan Fritz Rettberg, Chief Information/Innovation Officer (CIIO) der Stadt Dortmund, und Björn Meder, Breitbandkoordinator der Stadt Dortmund, über Rahmenbedingungen, Herausforderungen sowie Erwartungen und Ziele hinsichtlich des Einsatzes von Trenching.

Im Gespräch mit Ralf Zeiler und Sylvia Uehlendahl: Technische Umsetzung und Genehmigung

Bedenken hinsichtlich Trenching werden in Dortmund offen und frühzeitig kommuniziert

Den Gigabitausbau hat die Stadt Dortmund fest in ihrer Stadtstrategie verankert. Das impliziert für Dr. Jan Fritz Rettberg, Chief Information/Innovation Officer (CIIO) der Stadt Dortmund, neben schnellem Internet auch einen beschleunigten Glasfaserausbau – in einer flächengroßen und einwohnerstarken Stadt wie Dortmund nicht ohne Herausforderungen. In einem Pilotprojekt wird im Süden von Dortmund und erstmalig im Stadtgebiet ein Trenching-Verfahren eingesetzt. Björn Meder, Breitbandkoordinator der Stadt Dortmund, erhofft sich von dem Einsatz des Trenching, den Gigabitausbau schnell, kosteneffizient und ressourcensparend umzusetzen. Allerdings bestehen auch Vorbehalte seitens der Verantwortlichen – insbesondere hinsichtlich der Qualität und Langlebigkeit der Wiederherstellung der Oberfläche der Straße, also der ordnungsgemäßen Verfüllung des hergestellten Schlitzes. Daher ist es für Ralf Zeiler, Bereichsleiter Technische Dienste Straße im Tiefbauamt Dortmund, wichtig, dass sich Telekommunikationsunternehmen bereits frühzeitig mit dem Straßenbaulastträger abstimmen – auch zu den anwendbaren Verlegemethoden.

Landstraße im Süden Dortmunds bietet ideale Bedingungen für das Pilotprojekt

Nach Abstimmungen, Begehungen und Voruntersuchungen entschieden sich die Verantwortlichen der Stadt Dortmund dazu, Trenching erstmalig zur Verlegung von Glasfaserleitungen im Stadtgebiet einzusetzen. Die Wahl fiel dabei auf eine zwei Kilometer lange Strecke einer Landstraße im Dortmunder Süden. Aufgrund der guten Bausubstanz und Ebenheit der Straße ist der Einsatz von Trenching für die Verantwortlichen der Stadt unbedenklich und zielführend. Die Stadt Dortmund setzte das sogenannte Schleifverfahren (Micro-Trenching) ein, um eigene Erfahrungen mit diesem Verfahren zu machen und dadurch aktiv an der Gestaltung der Rahmenbedingungen für den Einsatz von Trenching mitzuwirken – denn aktuell existieren noch keine allgemein verbindlichen Regelwerke.

Trenching Maschine © Gigabitbüro des Bundes

Gigabitausbau in Dortmund schreitet durch Einsatz von Trenching voran

Durch den Einsatz von Trenching konnten Glasfaserleitungen auf über zwei Kilometern an nur einem Tag verlegt werden. Die Stadt hat so einen weiteren Schritt hin zur flächendeckenden Versorgung mit gigabitfähigem Internet zurückgelegt. Darüber hinaus soll Trenching perspektivisch auch bei weiteren Ausbauprojekten im Stadtgebiet zum Einsatz kommen.

Video zum Dortmunder Trenching Projekt

Auf unserer Website beleuchten wir – neben den Einzelinterviews – im Rahmen eines Videos weitere Inhalte rund um die Trenching-Umsetzung. Im Fokus stehen dabei Fragen wie: „Wo liegen die Herausforderungen und Chancen?“, „Wie kann mit Bedenken umgegangen werden?“ und „Wie kann eine Umsetzung konkret gelingen?“.

Praxisbeispiel

Trenching in der Stadt Dortmund – Wie der Einsatz von alternativen Legemethoden gelingen kann. Eine Videobegleitung.

10. Mai 2022
Thema

Übersicht verschiedener Legemethoden

Publikation

Publikation „Glasfasernetze – Legetechniken für den Gigabitausbau“

30. Mai 2024
Publikation

Leitfaden für die Verpachtung und/oder den Verkauf kommunaler Leerrohre

30. September 2022
Praxisbeispiel

Effiziente Antragsbearbeitung und intelligentes Aufgrabungsmanagement beim Tiefbauamt Dortmund. Eine Case Study.

3. Februar 2022
Praxisbeispiel

Digitale Datenplattform – Smart City Darmstadt setzt auf öffentliche Beteiligung. Eine Case Study.

5. Januar 2022
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