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Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung in wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Bereichen steigt der Bedarf an leistungsfähigen Glasfasernetzen. Die Gemeinde Kleinostheim in Unterfranken hat sich aus diesem Grund das Ziel gesetzt, einen großflächigen Netzausbau für alle Haushalte und Unternehmen in der Region zu erreichen. So kann Kleinostheim als Lebens- und Wirtschaftsstandort nachhaltig attraktiv gestaltet werden. Für das Vorantreiben des Gigabitausbaus in der Kommune, war neben dem Einsatz von Fördermitteln ein eigenwirtschaftlicher Ausbau essenziell. Darüber hinaus konnte auch das Gigabitbüro des Bundes mit dem Besuch der Roadshow Anfang Juni dieses Jahres einen wichtigen Beitrag leisten, indem es die Bürger*innen im Rahmen einer unabhängigen Veranstaltung zum Thema Glasfaserausbau sensibilisierte.

Digitale Infrastruktur als entscheidender Standortfaktor in Kleinostheim

Dennis Neßwald, Erster Bürgermeister Kleinostheim © Gemeinde Kleinostheim

Die Gemeinde Kleinostheim ist ein großer Wirtschaftsstandort, welcher über eine gute physische Infrastruktur – wie die Nähe zu ICE-Bahnhöfen (Aschaffenburg und Hanau) und zum Flughafen Frankfurt sowie die Anbindung zu den Autobahnen A3 und A45 – verfügt. Dabei ist es der Kommune wichtig, auch auf der digitalen „Autobahn“ Vorreiter zu sein; zum einen um den ansässigen Betrieben beste digitale Infrastruktur zu bieten, zum anderen um für potenzielle neue Unternehmen auch weiterhin ein hochinteressanter Wirtschaftsstandort zu bleiben.

Die digitale Infrastruktur gewinnt als zentraler Standortfaktor immer mehr an Bedeutung.

Dennis Neßwald, erster Bürgermeister Gemeinde Kleinostheim

Darüber hinaus verzeichnet die Gemeinde einen Bevölkerungszuwachs, weshalb leistungsfähige Netze immer wichtiger werden. Dennis Neßwald, erster Bürgermeister der Gemeinde Kleinostheim, gibt an, dass er seinen Bürger*innen beste Infrastruktur bieten möchte, um so Familie und Beruf vereinbar gestalten zu können – dafür sei der Glasfaserausbau unabdingbar.

Gemeinde Kleinostheim erreicht essenzielle Meilensteine beim Gigabitausbau

Als eine von sechs bayerischen Kommunen ist die Gemeinde Kleinostheim seit 2017 an der „Gigabit-Pilotförderung“ beteiligt. Dabei handelt es sich um eine staatliche Förderung des Gigabitausbaus mit Glasfaser, welche durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat getragen wird. Das Programm fördert diejenigen Gebiete der Gemeinde, welche als sogenannte „Graue Flecken“ eingestuft werden, also über eine Internetversorgung von weniger als 100 Mbit/s verfügen.
Nach Genehmigung des Förderantrages durch den Freistaat Bayern wurde der Ausbau des Fördergebietes ausgeschrieben. Im Februar 2020 erfolgte die Vergabe an den wirtschaftlichsten Bieter, die Deutsche Glasfaser Holding GmbH. Bereits zu diesem Zeitpunkt forcierte die Kommune auch schon den eigenwirtschaftlichen Ausbau.

Wenn wir in Teilen unseres Orts die Infrastruktur erneuern, dann macht es natürlich Sinn, ganz Kleinostheim mit Glasfaser zu versorgen.

Dennis Neßwald, erster Bürgermeister Gemeinde Kleinostheim

Nach mehreren Diskussionsrunden konnte die Gemeinde den Netzbetreiber davon überzeugen, nicht nur das Fördergebiet, sondern auch die übrigen Teilflächen der Kommune auf Wirtschaftlichkeit zu überprüfen und gegebenenfalls eigenwirtschaftlich auszubauen. Somit leitete die Deutsche Glasfaser im ersten Schritt eine Nachfragebündelung ein. Um eine finanzielle Sicherheit zu haben, müssen für einen Ausbau vor Baubeginn bereits mindestens 40 % der Verträge vorvermarktet sein.
Kleinostheim verfügt über eine gute Koax-Abdeckung und flächendeckendes Vectoring, erklärt Dennis Neßwald. Dadurch bestanden Bedenken, dass das Interesse der Bürger*innen an einem Glasfaser-Vertrag gemindert sein könnte, was wiederum die Vermarktung erschweren würde.

Besuch der Roadshow des Gigabitbüros des Bundes soll beim eigenwirtschaftlichen Ausbau unterstützen

Um beim Glasfaserausbau und insbesondere bei den nächsten Schritten des eigenwirtschaftlichen Ausbaus zu unterstützen, rief die Gemeinde das Gigabitbüro des Bundes im Rahmen seiner Roadshow nach Kleinostheim. Zu diesem Zeitpunkt lag die Vorvermarkungsquote bei knapp über 30 %. Durch die unabhängige Beratung des Gigabitbüros erhoffte sich Bürgermeister Dennis Neßwald weiteren Zuwachs an interessierten Bürger*innen, um die Wirtschaftlichkeit für den Netzbetreiber sicherzustellen und somit den privatwirtschaftlichen Ausbau anzustoßen.

Es ist wichtig, eine neutrale Informationsveranstaltung anbieten zu können, welche den Bürger*innen alle Vorteile eines Glasfaseranschlusses näherbringt.

Dennis Neßwald, erster Bürgermeister Gemeinde Kleinostheim

Das Team des Gigabitbüros hielt Vorträge zu Schwerpunkten wie der zukünftigen Entwicklung des Breitbandausbaus und dem eigenwirtschaftlichen Ausbau. Zudem wurde ein Workshop zum Thema Inhouse Verkabelung und Vernetzung von Gebäuden für die Beschäftigten der Gemeinde sowie ein Webcast für die Bürgerinnen durchgeführt. Somit bestand die Möglichkeit, die privaten Haushalte explizit zum Thema „Hauszuführung und Verkabelung“ zu informieren und Fragen zu beantworten. Die Teilnehmerinnen empfanden das Angebot des Gigabitbüros des Bundes als äußert informativ und fühlten sich gut beraten, gibt Dennis Neßwald an.

Kleinostheim erwirkt großflächigen Ausbau nach Besuch der Roadshow

In der Zeit nach dem Besuch der Roadshow nahm das Interesse der Bürgerinnen an einem Glasfasernetz laut dem Bürgermeister zu – und führte dazu, dass den Bürgerinnen das Thema Gigabitausbau noch stärker präsent war.

Aufgrund der Durchführung der Roadshow und der kompetenten Beratung des Gigabitbüros konnten wir bei Bürger*innen die letzte Skepsis gegenüber eines Glasfaserausbaus nehmen.

Dennis Neßwald, erster Bürgermeister Gemeinde Kleinostheim

Durch die Bemühungen der Gemeinde sowie die Unterstützung des Gigabitbüros konnte die Vorvermarktungsquote gesteigert werden, sodass eine beträchtliche Erweiterung des Ausbaugebietes erreicht werden konnte: Im Großteil der Kommune wird ein Ausbau des Glasfasernetzes eigenwirtschaftlich durch die Deutsche Glasfaser erfolgen. Ausgenommen sind aufgrund zu geringer Vorvertragsabschlüsse wenige Mehrfamilienhäuser im Gemeindegebiet. Der Ausbau befindet sich somit im nächsten Schritt, der Planung. Im Oktober 2021 soll nun der Bau des zukunftssicheren Netzes starten und in etwa zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein. Auch bezüglich der Mehrfamilienhäuser gibt Bürgermeister Neßwald noch nicht auf und wird nach Abschluss des jetzigen Ausbaus erneut auf die Netzbetreiber zugehen.

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