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Wie gelingt der Glasfaserausbau im ländlichen Raum, wenn die Fläche groß und die Ressourcen begrenzt sind? Zerbst in Sachsen-Anhalt liefert stellvertretend für weitere Kommunen erfolgreiche Antworten: Durch die Verzahnung von Bundes- und Landesförderung mit eigenwirtschaftlichem Ausbau, die konsequente Priorisierung von Schulstandorten und eine aktive Bürgerkommunikation von Land und Kommune entstehen Blaupausen mit Impulsen für andere Kommunen.

Eckpunkte zum Glasfaserausbau in Zerbst

Bundesland
Sachsen-Anhalt
Stadt
Zerbst/Anhalt
Ausbau geplant in
Nedlitz, Hagendorf, Grimme, Dobritz, Polenzko, Mühro, Garitz und Bornum
Finanzierung des Ausbaus
Förderung durch Bund und Land mit rund 9,8 Millionen Euro (Bund: 60 Prozent, Land: 40 Prozent), ergänzt durch eigenwirtschaftliche Ausbauprojekte durch die GlasfaserPlus mit rund 3.650 Anschlüssen bis ins Haus
Umfang der Förderung
2.127 Anschlüsse realisiert, aufgeteilt auf 2.008 Privathaushalte, 113 Unternehmen und sechs sozioökonomische Schwerpunkte

Der Glasfaserausbau in Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt) nimmt seit dem Spatenstich zum weiteren Ausbau im Mai 2026 vor Ort sichtbar an Fahrt auf. Die Kommune zeigt stellvertretend, wie geförderte und eigenwirtschaftliche Ausbauprojekte ineinandergreifen und die Grundlage für modernes Arbeiten und Lernen schaffen. Gleichzeitig wurden in Sachsen-Anhalt wirkungsvoll (Förder)-Maßnahmen von Bund und Land kombiniert. Das Gigabitbüro des Bundes war vor Ort beim Spatenstich dabei und hat in diesem Rahmen mit Dr. Lydia Hüskens (Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt), Andreas Dittmann (Bürgermeister, Stadt Zerbst) und Kerstin Tzanis (Konrektorin, Grundschulverbund Astrid Lindgren Zerbst/Anhalt) zu den Erfolgsfaktoren für den Glasfaserausbau gesprochen.

Wie gelingt der Glasfaserausbau in den Kommunen vor Ort? Zerbst zeigt als Praxisbeispiel stellvertretend, wie die Schritte für Fortschritte im Glasfaserausbau erfolgreich kombiniert werden können, wenn Kommune, Land und Bund an einem Strang ziehen.

In Zerbst, einer der flächenbezogen größten Gemeinden Deutschlands, trifft ländlicher Raum auf starken Mittelstand und auf die wachsende Bedeutung moderner digitaler Infrastrukturen. Während Sachsen-Anhalt beim Glasfaserausbau bei rund 49 Prozent aller Privathaushalte liegt, werden in Zerbst derzeit rund 22 Prozent der Haushalte mit Glasfaser versorgt (Quelle: Breitbandatlas, Stand 12/2025).

Bund und Land unterstützen den geförderten Ausbau in der Kommune mit insgesamt rund 9,8 Millionen Euro (Bund: 60 Prozent (rd. 5,9 Millionen Euro), Land: 40 Prozent (rd. 3,8 Mio. Euro); ergänzt wird das durch eigenwirtschaftliche Ausbauprojekte, unter anderem durch GlasfaserPlus.

Ein weiterer bewusst gewählter Schwerpunkt wurde in Sachsen-Anhalt auf die Anbindung von Bildungsstandorten gelegt: In Sachsen-Anhalt haben im Rahmen eines Projekts des Landes alle 865 Schulstandorten bereits einen Glasfaseranschluss erhalten. Zudem engagiert sich das Land im Bereich der Bürgerkommunikation und hat mehrere Glasfaser-Kampagnen initiiert, um die Bürgerinnen und Bürger von Glasfaser zu überzeugen. Das Gigabitbüro war vor Ort beim Spatenstich in Zerbst und hat Dr. Lydia Hüskens (Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt), Andreas Dittmann (Bürgermeister, Stadt Zerbst) und Kerstin Tzanis (Konrektorin, Grundschulverbund Astrid Lindgren Zerbst/Anhalt) dazu interviewt, wie der Ausbau vor Ort gelingt, was es braucht, um Menschen auf diesem Weg mitzunehmen und wie sich Glasfaser positiv auf den Schulalltag auswirkt.

Die Stadt Zerbst hat uns gezeigt, dass digitale Infrastruktur längst Teil der kommunalen Daseinsvorsorge ist. Das spiegeln auch die Gespräche vor Ort wider. Wenn Land, Kommune, Schulen und Unternehmen zusammenarbeiten, kann eine Region erfolgreich digital vorankommen.

Wir bedanken uns vielmals bei allen Beteiligten vor und hinter der Kamera.

Ortsschild der Stadt Zerbst (Anhalt).

Unsere Artikelreihe zu den Aktivitäten in den Bundesländern

Welche Strategien verfolgen die Bundesländer beim Ausbau digitaler Infrastrukturen? Und welche Maßnahmen setzen sie ein, um den Ausbau von Glasfaser- und Mobilfunknetzen schneller voranzubringen? In dieser Artikelreihe spricht das Gigabitbüro des Bundes mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Bundesländern. In den kommenden Monaten werden weitere Bundesländer folgen; alle Länder sind eingeladen, sich aktiv an dem Format zu beteiligen.

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