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12. Dezember 2019

Die Gewinner der European Broadband Awards 2019 wurden im Rahmen einer Preisverleihung am 2. Dezember in Brüssel bekannt gegeben. Der Generaldirektor der Kommissionsdienstelle „Kommunikationsnetzwerke, Inhalt und Technologie“, Roberto Viola, gab fünf Projektgewinner in den verschiedenen Kategorien bekannt, die sich auf innovative Finanzierungsmodelle, Kostensenkungsmaßnahmen, sozioökonomische Auswirkungen, Nachfragegenerierung und Qualität der Dienstleistungen konzentrieren. Die Gewinner stellten ihre Projekte auch im Rahmen der „Broadband Day: Boosting Connectivity Investments“ Konferenz am 3. Dezember in Brüssel vor.

Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre bewarben sich auch in diesem Jahr Projekte aus ganz Europa für die European Broadband Awards 2019. Die größte Anzahl an Bewerbungen kam aus Deutschland und Großbritannien. Die meisten Projekte wurden in Kategorie 3 „Sozioökonomische Auswirkungen in ländlichen und abgelegenen Gebieten“ durchgeführt.

Die Projekte wurden von einer unabhängigen Jury aus fünf Breitbandexperten bewertet, die die Finalisten und die fünf Gewinner auswählte. Die ausgewählten Projekte präsentieren innovative und kooperative Ansätze und Lösungen für den Breitbandausbau in Europa:

Kategorie 1: Innovative Finanzierungs-, Wirtschafts- und Investitionsmodelle

RuNe Rural Network Project, Slowenien und Kroatien

RuNe ist das erste Projekt, das aus dem Connecting Europe Broadband Fund (CEBF) finanziert wird. Es handelt sich um ein grenzüberschreitendes Projekt in Slowenien und Kroatien, das 340.000 Haushalte ausschließlich in ländlichen Gebieten mit einer Geschwindigkeit von 1 Gbit/s über ein offenes Glasfasernetz verbindet. Das Projekt deckt Gebiete ab, in denen die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei 3 bis 36 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt.

Kategorie 2: Kostensenkungsmaßnahmen und Koinvestitionen

Breitbandinfrastrukturausbau (Stufe II) – PRIP-2, Litauen

Das durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums geförderte Projekt PRIP-2 macht es möglich, in Litauen rund 342 Kilometer Glasfaserleitungen in nicht versorgten Gebieten zu errichten und über 400 Objekte des Agrarsektors an die vorhandene Infrastruktur anzuschließen. PRIP-2 ermutigte Betreiber dazu, in die Infrastruktur der „letzten Meile“ zu investieren und qualitativ hochwertige Dienstleistungen anzubieten.

Kategorie 3: Sozioökonomische Auswirkungen in ländlichen und abgelegenen Gebieten

PEBA-Baskenland – Ultraschnelle Erweiterung der Breitbanddienste in ländlichen und Industriegebieten, Spanien

Die baskische Regierung hat in Zusammenarbeit mit den drei Provinzräten der Region eine Reihe ultraschneller Breitband-Erweiterungshilfen für private Betreiber ins Leben gerufen. Das Hauptziel dieses Projekts bestand darin, ultraschnelle Breitbanddienste auf ländliche Gebiete auszudehnen, in denen bisher keine Versorgung möglich war. Diese Programme verringerten die Lücke zwischen ländlichen und städtischen Gebieten und tragen dazu bei, die Abwanderung von Unternehmen und die Landflucht aufzuwenden.

Kategorie 4: Bedarfsgenerierung und Inanspruchnahme der Konnektivität

Sarantaporo.gr Wireless-Community-Netzwerk, Griechenland

Das Kernteam von Sarantaporo.gr entwarf und implementierte in Zusammenarbeit mit der örtlichen Gemeinde das drahtlose Community-Netzwerk von Sarantaporo.gr, das auf elf Dörfer in der Region ausgeweitet wurde. Dadurch wurden Entwicklungschancen für die lokale Wirtschaft geschaffen, eine Verbesserung der Lebensqualität für die lokalen Gemeinden erreicht sowie die Abwanderung junger Menschen in städtische Zentren begrenzt.

Kategorie 5: Qualität und Erschwinglichkeit von Dienstleistungen

KCOM Lightstream-Glasfaserbreitband, Großbritannien

Der Kommunikations- und Breitbandanbieter KCOM startete ein umfangreiches privates Programm für Infrastrukturinvestitionen, um sein gesamtes Netzwerk in Hull und East Yorkshire mit ultraschnellem Breitband (FTTP, Fiber to the Premises) auszustatten. Als Ergebnis dieses Projekts haben Hull und East Yorkshire jetzt eine 100%ige FTTP-Abdeckung. Der Zugang zu ultraschnellen Breitbandanschlüssen hat dazu beigetragen, dass Hull nun eines der am schnellsten wachsenden Tech-Hubs Großbritanniens beheimatet.

Die größte Anzahl an Bewerbungen kam aus Deutschland und Großbritannien. Die meisten Projekte wurden in Kategorie 3 „Sozioökonomische Auswirkungen in ländlichen und abgelegenen Gebieten“ durchgeführt.

Alle diesjährigen Projekte werden auf den Webseiten, in den Newslettern und der Good Practice Datenbank der Europäischen Kommission, DG CONNECT präsentiert.

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