Glasfaser für Energiesysteme – Smart Metering
Die Digitalisierung revolutioniert auch die Energiesysteme: Intelligente Messsysteme schaffen mehr Transparenz über den Stromverbrauch und die Stromerzeugung von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Unternehmen. Smart-Metering-Systeme schaffen Transparenz über den Energieverbrauch und können Verbrauchern und Unternehmen helfen, Einsparpotenziale zu erkennen.
Voraussetzung für das Smart Metering ist die digitale Infrastruktur
Smart-Metering-Systeme bestehen aus einer modernen Messeinrichtung (mMe) und einem Smart-Meter-Gateway (SMGW). Die mMe erfasst den Stromverbrauch bzw. die Einspeisung und ermöglicht eine zeitbezogene Darstellung der Messwerte. Das SMGW dient als zentrale Kommunikationseinheit und ermöglicht die sichere Übermittlung von Messdaten sowie die Einbindung weiterer Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen (Quelle: BSI).
Laut der PwC-Studie ‚Smart-Meter-Roll-out – Standortbestimmung der grundzuständigen Messstellenbetreiber‘ hatten 2023 bereits 71 % der befragten Unternehmen den Smart-Meter-Roll-out erfolgreich gestartet, gegenüber 49 % im Vorjahr (Quelle: PwC, 2023)
Um eine zuverlässige Kommunikationsinfrastruktur und eine schnelle Datenübertragung in Echtzeit für das Smart Metering zu schaffen, ist ein hoher Bedarf an Bandbreite und Übertragungsgeschwindigkeit unerlässlich. Der Ausbau von Glasfasernetzen bietet daher eine notwendige Voraussetzung.
Chancen und Herausforderungen des Smart Meterings
Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen können eine aktive Rolle in der Energiewende einnehmen: Indem sie ihren aktuellen Stromverbrauch jederzeit einsehen, können sie besonders verbrauchsintensive Geräte identifizieren und Energieeinsparungen vornehmen. Perspektivisch können sie auch den Gas- und Wärmeverbrauch überprüfen und ebenfalls entsprechende Einsparpotenziale nutzen.
Digitalen Stromzähler zeigen den aktuellen Zählerstand an und ermöglichen eine Aufschlüsselung des Stromverbrauchs über verschiedene Zeiträume hinweg. Eine Kommunikation mit weiteren Energiesystemen ist dann erst durch die Aufrüstung eines SMGWs möglich.
Die SMGWs leiten die Stromverbrauchs- und Erzeugungsdaten an berechtigte Netzbetreiber weiter, die wiederum den Stromverbrauch und die Stromerzeugung innerhalb des gesamten Netzes optimal aufeinander abstimmen können. Strom aus erneuerbaren Energien, der Naturbedingungen unterliegt und dadurch schwankt, kann so effizienter in den Strommarkt eingespeist werden.
Glasfasernetze sind die technische Grundlage für die Digitalisierung der Energiewirtschaft.
Quellen und weiterführende Informationen
Erwähnte Quellen:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): „Smart-Meter-Gateway – FAQ“. Online abrufbar.
PwC Deutschland (2023): „Smart-Meter-Roll-out – Standortbestimmung der grundzuständigen Messstellenbetreiber. Umsetzungsstand und Herausforderungen beim Roll-out von intelligenten Messsystemen“, April 2023. Online abrufbar.
Weiterführende Informationen:
Stand der Angaben: 28.10.2026




