Zum Hauptinhalt der Webseite

Die Digitalisierung revolutioniert auch die Energiesysteme: Intelligente Messsysteme schaffen mehr Transparenz über den Stromverbrauch und die Stromerzeugung von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Unternehmen. Smart Metering Systeme ermöglichen eine intelligente Vernetzung der Energiesysteme. Das leistet einen Beitrag zum Erreichen der Ziele der Bundesregierung beim Klimaschutz und der Energiewende.

Voraussetzung für das Smart Metering ist die digitale Infrastruktur

© BMWK

Smart Metering Systeme bestehen aus einer modernen Messeinrichtung (mMe) und einem Smart-Meter-Gateway (SMGW). Die mMe liefert präzise Informationen über den Stromverbrauch der einzelnen Geräte. Das SMGW bereitet die ermittelten Daten auf und ermöglicht als zentrale Kommunikationseinheit die Vernetzung mit anderen Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen, wie z.B. Photovoltaik, Elektroautos oder Wärmepumpen.

Im Jahr 2022 starteten 49 % der Unternehmen erfolgreich mit dem Smart-Meter-Roll-out; im Jahr 2023 waren es bereits 71 %, wie aus der Studie „Smart-Meter-Roll-out: Standortbestimmung 2023“ hervorgeht.

Um eine zuverlässige Kommunikationsinfrastruktur und eine schnelle Datenübertragung in Echtzeit für das Smart Metering zu schaffen, ist ein hoher Bedarf an Bandbreite und Übertragungsgeschwindigkeit unerlässlich. Der Ausbau von Glasfasernetzen bietet daher eine notwendige Voraussetzung.

Chancen und Herausforderungen des Smart Meterings

Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen können eine aktive Rolle in der Energiewende einnehmen: Indem sie ihren aktuellen Stromverbrauch jederzeit einsehen, können sie besonders verbrauchsintensive Geräte identifizieren und Energieeinsparungen vornehmen. Perspektivisch können sie auch den Gas- und Wärmeverbrauch überprüfen und ebenfalls entsprechende Einsparpotenziale nutzen.

Digitalen Stromzähler zeigen den aktuellen Zählerstand an und ermöglichen eine Aufschlüsselung des Stromverbrauchs über verschiedene Zeiträume hinweg. Eine Kommunikation mit weiteren Energiesystemen ist dann erst durch die Aufrüstung eines SMGWs möglich.

Die SMGWs leiten die Stromverbrauchs- und Erzeugungsdaten an berechtigte Netzbetreiber weiter, die wiederum den Stromverbrauch und die Stromerzeugung innerhalb des gesamten Netzes optimal aufeinander abstimmen können. Strom aus erneuerbaren Energien, der Naturbedingungen unterliegt und dadurch schwankt, kann so effizienter in den Strommarkt eingespeist werden.

Hochleistungsfähige Glasfasernetze sind das Fundament für die Digitalisierung der Energiewirtschaft und leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Weiterführende Informationen:

Thema
Nachhaltigkeit im Glasfaserausbau
Praxisbeispiel
12. Juni 2024
Nachhaltigkeit für die Landwirtschaft mithilfe von Glasfaser – Smart Farming
Die Digitalisierung revolutioniert auch die Landwirtschaft. Dies gelingt durch die Einführung intelligenter Systeme zur Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung.  Roboter, die über Tablets und Smartphones gesteuert werden, übernehmen das Streuen von Tierfutter […]
Workshop
Vernetzung von kommunaler Infrastruktur – Internet of Things für Kommunen
Der Workshop schafft ein tiefgehendes Verständnis der vorhandenen Technologien wie beispielsweise Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) und zeigt anhand von Praxisbeispielen mögliche Anwendungsfelder auf. Dabei wird eine Wissensbasis geschaffen, um sich in diesem neuen Feld orientieren zu können.
Schließen
Gigabitbüro on Tour: Termine und Buchungen