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21. Mai 2026

In Oehna (Brandenburg) hat im April 2026 der Bau einer Glasfaser-Teststrecke von rund 130 Kilometern entlang einer Bahntrasse begonnen. Das Projekt wird vollständig privat finanziert und sieht die Verlegung von Glasfaserkabeln entlang bestehender Schieneninfrastruktur vor. Ziel ist es, moderne Glasfasernetze über größere Distanzen zu testen. Das Netz soll die Resilienz Deutschlands stärken, sodass das Land auch im Krisenfall und im Wettbewerb mithalten kann.

Sendemast an einer Bahnstrecke
© Deutschland spricht über 5G

Was wird genau getestet?

Die Netz33 GmbH (Tochterunternehmen der NIEDAX GROUP) baut eine Glasfaser-Teststrecke, mit der unter anderem die Signalstabilität, Dämpfung, Redundanz und das Netzverhalten von Glasfaserkabeln am Gleis unter realen Umweltbedingungen erprobt werden sollen. Die Strecke verläuft entlang eines bestehenden Schienenkorridors und verbindet mehrere Orte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die Teststrecke ist der erste Teil eines Gesamtkonzepts, das perspektivisch den Aufbau eines rund 33.000 Kilometer langen Glasfasernetzes entlang bundesweiter Bahntrassen, über 10.000 Zugangspunkte und mehr als 300 Ringstrukturen mit einer sehr dichten Vermaschung vorsieht. Diese Architektur ermöglicht im Zielbild eine besonders hohe Ausfallsicherheit und flexible Umleitung von Datenströmen im Störungsfall.

Die Infrastruktur ist so ausgelegt, dass unterschiedliche Anwendungsszenarien getestet werden können. Ziel ist es, technische Eigenschaften moderner Glasfasernetze über größere Distanzen hinweg zu testen.

Die Trassenführung entlang bestehender Schienenwege folgt dem Ansatz, gezielt an bestehenden Verkehrsachsen auszubauen und diese für digitale Netze zu nutzen. Bahntrassen gelten als geeignete Korridore, da sie überregional verlaufen und bereits infrastrukturell erschlossen sind. Die Teststrecke dient als Beispiel für die Kombination von Verkehrs‑ und Digitalinfrastruktur im Rahmen langfristiger Ausbaukonzepte.

Warum ist ein solches Projekte wichtig für den Ausbau in Deutschland?

Deutschland braucht ein sicheres, resilientes und hochleistungsfähiges digitales Rückgrat, welches auch im Krisenfall funktioniert und im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Das Projekt steht daher im Kontext steigender Anforderungen an die Sicherheit und Verfügbarkeit digitaler Netze. Themen wie Ausfallsicherheit und Netzstabilität spielen gleichermaßen für Wirtschaft, Verwaltung und Betreiber kritischer Infrastrukturen eine zunehmende Rolle.

Auch wenn es sich um ein überregionales Infrastrukturprojekt handelt, können sich indirekte Effekte für Regionen und Kommunen ergeben. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Anbindungsmöglichkeiten im Bereich Wohnen, Arbeiten und Lernen, Wirtschaft, Mobilität, Energie und Klimaschutz. So kann die Attraktivität des ländlichen Raums gesteigert werden.

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