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28. Oktober 2026

Wie werden Städte und Regionen smarter, Verwaltungen digitaler und öffentliche Angebote zukunftsfähiger? Auf der Smart Country Convention (SCCON) 2026 in Berlin drehte sich drei Tage lang alles um die digitale Zukunft Deutschlands. Die vielen Ideen und Anwendungen machten dabei deutlich, welche Möglichkeiten entstehen, wenn digitale Innovation und leistungsfähige Infrastruktur zusammengedacht werden. Vom 13. bis 15. Oktober 2026 war das Gigabitbüro des Bundes am Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) vertreten. Besondere Momente waren die Besuche von Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger und der Parlamentarischen Staatssekretärin Gitta Connemann am Stand.

Großes Gruppenfoto von rund 40 Personen auf dem Messestand des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.
Die Austeller am Stand des BMDS mit Digitalminister Dr. Karsten Wildberger © Hendrik Lüders

Digitalisierung braucht ein Fundament

Die SCCON bringt Verwaltung, Politik und Wirtschaft zusammen und schafft Raum für Ideen rund um den digitalen Staat und öffentliche Dienste. Das Gigabitbüro war zum vierten Mal in Folge dabei. Die diesjährige Präsenz knüpfte an einen Gedanken an, der schon im vergangenen Jahr die SCCON prägte: Ohne leistungsfähige Infrastruktur bleiben auch die besten digitalen Anwendungen Theorie.

Am Gemeinschaftsstand des BMDS, der in diesem Jahr unter dem Motto „Das BMDS. Der PROZESSOR für den digitalen Staat“ stand, wurde sichtbar, wie eng diese Themen zusammenspielen. Das Gigabitbüro präsentierte seine Angebote rund um den Ausbau digitaler Infrastrukturen und stellte mit „Schnell ins Netz“ ein neues Angebot vor, welches Bürgerinnen und Bürger auf dem Weg zum optimalen digitalen Anschluss unterstützt. An neun weiteren Messestationen konnten die Besucherinnen und Besucher die Projekte des BMDS kennenlernen, beispielsweise das Wallet-Ökosystem „d-you“ oder den Agentic AI Hub SPARK.

Damit solche Lösungen zuverlässig funktionieren und bei Bürgerinnen und Bürgern ankommen können, braucht es die entsprechende Infrastruktur als Grundlage: leistungsfähige Glasfaser- und Mobilfunknetze.

Digitalminister Dr. Karsten Wildberger zu Gast beim Gigabitbüro

Digitalminister Wildberger im dunklen Anzug spricht gestikulierend zu einer Gruppe vor einem Bildschirm mit der Aufschrift ‚Das beste Netz für alle"
Digitalminister Dr. Karsten Wildberger zu Besuch an der Messestation des Gigabitbüros am Gemeinschaftsstand des BMDS. © Hendrik Lüders

Ein besonderer Moment war der Besuch von Minister Dr. Karsten Wildberger (BMDS). Dr. Melanie Günther (Referat DI 1, BMDS) stellte ihm das Gigabitbüro und seine Angebote vor, mit einem Fokus auf „Schnell ins Netz“. Gemeinsam mit dem Gigabitbüro standen der aktuelle Fortschritt des Ausbaus und die Entwicklung der Take-up-Rate im Mittelpunkt, also die Frage, wie häufig verfügbare Anschlüsse tatsächlich gebucht werden. Gerade diese Fragen zeigen, dass der Ausbau nicht dort endet, wo die Glasfaser in der Straße liegt. Entscheidend ist, dass leistungsfähige Anschlüsse tatsächlich bei den Menschen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ankommen und genutzt werden.

Auch die Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann besuchte den Stand. Im Gespräch mit Lukas Jeuck (Referat DI 1, BMDS) hob sie hervor, wie wichtig die Unterstützungsangebote des Gigabitbüros seien, und befürwortete die weitere Verbreitung.

Was Kommunen bewegt: Vom Funkloch bis zur Qualität auf der Baustelle

Zwei Männer stehen in einer Messehalle und unterhalten sich im Gespräch.
Sven Butler (Leitung, Gigabitbüro des Bundes) im Gespräch mit einem Besucher. © PwC

Besonders wertvoll waren die direkten Gespräche mit den Besucherinnen und Besuchern. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Herausforderungen vor Ort sein können und welche Fragen rund um die digitale Infrastruktur die Menschen beschäftigen.

Im Landkreis Waldshut etwa spielt die Mobilfunkversorgung gerade in Grenznähe zur Schweiz eine besondere Rolle. Im Gespräch wurden Versorgungsschwierigkeiten und unerwünschtes Roaming im Schweizer Mobilfunknetz thematisiert.

In Lübeck und Groß-Gerau stand dagegen die praktische Umsetzung des Glasfaserausbaus im Mittelpunkt. Genau hier setzt beispielsweise ein konkretes Angebot des Gigabitbüros an, um Kommunen in der Ausbaupraxis zu unterstützen: die neue Schulungsreihe „Qualitätssicherung im Glasfaserausbau“. Das Gigabitbüro begleitet Kommunen mit diesem Angebot vom Zustimmungsverfahren über die Bauausführung und Dokumentation bis hin zur Sicherung kommunaler Ansprüche nach Abschluss der Baumaßnahmen.

Bürgerkommunikation: Infrastruktur erklären und Akzeptanz schaffen

Frau in dunklem Nadelstreifenanzug mit Headset-Mikrofon präsentiert an einem Messestand mit Platinen-Design.
Finja Ahlborn (Leitung Öffentlichkeitsarbeit, Gigabitbüro des Bundes) bei ihrem Vortrag zur Bürgerwebseite „Schnell ins Netz“. © PwC

Netze entstehen nicht allein durch Technik und Tiefbau. Ebenso wichtig ist es, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort mitzunehmen. Genau darum ging es im Fachvortrag des Gigabitbüros auf der Messebühne des BMDS. Finja Ahlborn (Leitung Öffentlichkeitsarbeit, Gigabitbüro des Bundes) widmete sich der Bürgerkommunikation im Gigabitausbau.

Die Resonanz zeigte: Das Thema bleibt zentral, vor allem in Verbindung mit der Take-up-Rate. Kommunen müssen erklären können, warum Glasfaser ausgebaut wird, welche Veränderungen damit verbunden sind und welchen Mehrwert ein Anschluss bietet. Das Gigabitbüro unterstützt sie dabei mit einer praxisorientierten Schulung zu kommunalen Kommunikationsstrategien, Veranstaltungsformaten, Informationsunterlagen und der Website „Schnell ins Netz“.

Unser Fazit: Ohne Infrastruktur kein „Smart“

„Digitale Infrastruktur ist keine technische Randnotiz – sie ist die Grundlage für Rechenzentren, Smarte Anwendungen, Telemedizin und intelligente Städte. Also die Basis, damit unser moderner Staat funktioniert. Wer Bürgerinnen und Bürger nicht erklärt, warum Glasfaser ausgebaut wird und was sie davon haben, verliert sie auf dem Weg. Genau da setzen wir an.“

Finja AhlbornLeiterin Öffentlichkeitsarbeit Gigabitbüro des Bundes

Drei Tage SCCON haben vor allem eines gezeigt: Ob Smart City, digitale Verwaltung oder vernetzte öffentliche Daseinsvorsorge: „Smart“ beginnt mit Konnektivität. Dafür müssen Glasfaser- und Mobilfunknetze nicht nur ausgebaut, sondern auch verstanden, angenommen und vor Ort professionell umgesetzt werden.

Genau dabei unterstützt das Gigabitbüro: mit praxisnahen Schulungen, vielfältigen Unterstützungsmaterialien und einem offenen Ohr für konkrete Fragen. Ob Kommune, Unternehmen oder Bürgerinnen und Bürger – wer Fragen rund um den Gigabitausbau hat, kann sich direkt an das Team des Gigabitbüros wenden. Das Schulungsangebot vermittelt darüber hinaus praxisnahes Wissen zu Themen wie Glasfaser- und Mobilfunkausbau, Bürgerkommunikation, kommunalem Projektmanagement, Inhouse-Netzen und Qualitätssicherung im Glasfaserausbau.

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Publikation

Unterstützungsmaterialien zum Ausbau von Glasfaser-Gebäudenetzen (Netzebene 4, NE4) – Für WEG-Verwaltungen

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Unterstützungsmaterialien zum Ausbau von Glasfaser-Gebäudenetzen (Netzebene 4, NE4) – Für Mietverwaltungen

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Im Austausch mit Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen: Glasfaser-Infoveranstaltung

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