Was den Glasfaserausbau derzeit bewegt: Stimmen und Eindrücke von den fiberdays 26
Auch in diesem Jahr war das Team des Gigabitbüros des Bundes mit dem Gigabit-Campus der Länder bei den fiberdays 26 in Frankfurt am Main vertreten. Die fiberdays boten erneut die Gelegenheit, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Ländern, Unternehmen und Verbänden über die aktuellen Entwicklungen im Glasfaser- und Mobilfunkausbau ins Gespräch zu kommen. Besonders spürbar: die Dynamik im Markt und der steigende Bedarf an Orientierung und Austausch.
Der Gigabit-Campus: Austausch, Perspektiven und gemeinsame Impulse
Der Gigabit-Campus schuf erneut einen zentralen Ort für intensiven Austausch mit der Branche. Gemeinsam mit unseren Partnern, darunter die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen Bremen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein sowie die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) und das Breitband‑Portal, brachten wir vielfältige Perspektiven auf die Messe.
„Die diesjährigen fiberdays haben erneut gezeigt, dass der Markt in Bewegung ist und sowohl Herausforderungen als auch Chancen bestehen. Für uns als Gigabitbüro des Bundes war es wichtig, wieder dabei zu sein und als zentrale Anlaufstelle zu dienen. Besonders die Gespräche auf der Veranstaltung helfen uns, unsere Unterstützungsangebote zu verbessern und neue zu entwickeln.“
Sven Butler (Leiter Gigabitbüro des Bundes)
Talkrunde zum Auftakt, Fachimpulse und vielseitige Beteiligung
Einer der ersten Programmpunkte war die gemeinsame Talkrunde auf dem Kommunalen Marktplatz zu aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätzen im Glasfaser- und Mobilfunkausbau. Moderiert von Julia Gebert (Gigabitbüro des Bundes) brachten Jan Dröge (BCO Network), Julia Akkaya (Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation ), Theo Struhkamp (Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt) und Katharina Manthey (Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg) unterschiedliche Perspektiven ein – von europäischen Entwicklungen über Verwaltungsdigitalisierung bis hin zu infrastrukturellen Herausforderungen in den Ländern.
„Für Länder und Kommunen bleibt das Thema “Wie erreiche ich meine Bürgerinnen und Bürger” wichtig. Viele Aktivitäten und Kampagnen zeigen erste Ergebnisse. Gerade jetzt ist es sinnvoll, langfristig am Ball zu bleiben und die Bürgerkommunikation einzubeziehen.“
Julia Gebert (Expertin, Gigabitbüro des Bundes)
Parallel dazu startete unser Bühnenprogramm auf dem Gigabit-Campus mit vielen praxisnahen Impulsen zu Verbraucherperspektiven, europäischen Entwicklungen und praktischen Ausbaufragen:
- Claudia Greiner‑Pachter (Referentin Unternehmenskommunikation, e.discom) zeigte, wie sich Verbrauchersicht, Informationsbedarfe und Herausforderungen im Alltag der Kundinnen und Kunden aktuell verändern.
- Jan Dröge (Leiter, BCO Network) ordnete wichtige europäische Entwicklungen ein – von regulatorischen Leitplanken bis hin zu Trends im Binnenmarkt.
- Stefan Kühne (CEO, kskdigital) stellte konkrete Praxisbeispiele und Erfahrungen zum Glasfaserausbau bis in die Wohnung vor.
Alle Vorträge waren sehr gut besucht und führten zu zahlreichen Anschlussgesprächen, in denen sowohl Informationen zu passenden bestehenden Schulungen zum Beispiel rund um NE4-Prozesse ausgetauscht als auch Anregungen für künftige Informationsangebote des Gigabitbüros eingeholt werden konnten.
Im FTTH Inhouse Lab gab Maria Schwenk zudem einen vielbeachteten Fachimpuls zu „Stolperfallen im NE4-Ausbau umgehen: Ansätze eines effizienten Ausbaus für WEG‑ und Hausverwaltungen“.
„Der NE4 Ausbau bleibt einer der zentralen Hebel für leistungsfähige Glasfasernetze, gerade jetzt, wo mit dem TKG-Änderungsgesetz 2026 und den europäischen Vorgaben wichtige Rahmenbedingungen neu definiert werden. Umso wertvoller war es, das Thema auf den fiberdays so breit platzieren zu können. Die intensive Nachfrage bei den Vorträgen hat deutlich gezeigt, wie groß der Informationsbedarf bei Kommunen, Wohnungswirtschaft, Wohnungseigentümergemeinschaften und Marktakteuren aktuell ist.“
Maria Schwenk (NE4-Expertin, Gigabitbüro des Bundes)
Frau Gertrud Husch (Abteilungsleiterin Digitale Konnektivität Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung) besuchte unseren Stand und tauschte sich umfassend zu den aktuellen Themen aus und testete unter anderem die neu freigeschaltete Bürgerwebseite „Schnell ins Netz“.
Pitch der Bundesländer, Fachvorträge und der fibercup
Am zweiten Messetag moderierte Hülya Günes den Pitch der Bundesländer gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Länder, wie Theo Struhkamp (Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt), David Becker (Kompetenzstelle Mobilfunk, Breitbandbüro Hessen), Michael Hilgers (stv. Leiter Bayerisches Breitbandzentrum), Maxim Schmuck (Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein) und Katharina Manthey (Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg). In diesem Format wurden aktuelle Aktivitäten und Herausforderungen in den jeweiligen Ländern vorgestellt – von Landesstrategien über regionale Bedarfe bis hin zu neuen Ausbauansätzen.
Auf dem Kommunalen Marktplatz präsentierte Sven Butler (Leiter Gigabitbüro des Bundes) zusätzlich den Vortrag „Zukunftsfähig vernetzt: Die neue Webseite „Schnell ins Netz“, der besonders bei kommunalen Vertreterinnen und Vertretern auf viel Interesse stieß.
„Die Realisierung von Ausbauvorhaben hängt inzwischen noch signifikanter von der Höhe der Buchungsrate der Bürgerinnen und Bürger ab. Genau deshalb braucht es jetzt transparente, leicht zugängliche Informationen. Mit “Schnell ins Netz” haben wir erstmals eine bundesweite Anlaufstelle geschaffen, die genau hier ansetzt. Die fiberdays waren eine ideale Möglichkeit, die neue Webseite an die kommunalen Vertreterinnen und Vertreter heranzutragen, sie über den Touchscreen live testen zu lassen und wertvolles erstes Feedback mitzunehmen.“
Finja Ahlborn (Leitung Öffentlichkeitsarbeit, Gigabitbüro des Bundes)
Den Abschluss des Tages bildete der fibercup, der erste Spleiß‑Wettbewerb für Ausbaufachkräfte, der die Relevanz der Ausbautätigkeiten in den Mittelpunkt rückt. Hülya Günes unterstützte die Preisverleihung und übergab die Auszeichnungen.
Über die zwei Messetage hinweg zeigte sich an vielen Gesprächen deutlich, wie stark die aktuellen Marktbewegungen Kommunen, Netzbetreiber und Ausbauakteure beschäftigen. Rücknahmen von Ausbauzusagen, steigende Kosten für passive Infrastruktur, Lieferengpässe und Unsicherheiten in kommunalen Planungsprozessen prägten viele der Diskussionen am Gigabit‑Campus. Die intensiven Nachfragen, insbesondere bei Vertreterinnen und Vertretern kommunaler Versorger, machten spürbar, wie groß angesichts der aktuellen Herausforderungen der Bedarf an Orientierung, Austausch und praxisnaher Unterstützung derzeit ist.
Genau hier knüpften unsere Beiträge an: Mit einem breiten Vortragsprogramm, der Präsenz auf mehreren Bühnen und vielen gezielten Fachgesprächen bot das Gigabitbüro zahlreiche Anlaufpunkte, um aktuelle Herausforderungen einzuordnen und Lösungswege aufzuzeigen.




















