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In der Stadt Bad Salzungen in Thüringen wurden im Juli 2020 öffentliche WLAN-Hotspots in Betrieb genommen. Durch den über Fördergelder und eigene Mittel finanzierten Ausbau können Gäste sowie Bürgerinnen und Bürger der Stadt nun kostenfrei an 13 Standorten im Internet surfen.

Der Bürgermeister der Stadt Bad Salzungen Klaus Bohl, EDV-Mitarbeiter Frank Bösenberg sowie Bernd Sandner und Stefan Richter von der MUGLER AG und die von den WLAN-Netzen begeisterte Passantin Ursula Groß bei der offiziellen Inbetriebnahme / Stadt Bald Salzungen

Kurzprofil

Projektzeitraum
2016-2020
Einwohner
23.613 (155 Einwohner pro km²)
Investitionsvolumen
17.500 Euro + 600 Euro jährlich für den laufenden Betrieb
Art der Finanzierung
Förderung, eigene Mittel
Förderprogramm
WiFi4EU
Mittelgeber
Europäische Kommission

15.000 Euro für die Beschaffung von Hardware

Die lange Kurtradition und der Anspruch für zeitgemäßen Kundenservice veranlassten die Verantwortlichen der Stadt, freies WLAN mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Förderprogramm Wifi4EU auszubauen.

Das Programm ist die erste Initiative der Europäischen Kommission, in der Gutscheine für die Förderung von WLAN-Hotspots ausgegeben werden. Durch das Programm konnten in diesem Projekt Fördermittel i.H.v. 15.000 Euro eingesetzt werden. Zusätzlich investierte Bad Salzungen auch Eigenmittel, um den Ausbau des Wifi-Netzes voranzubringen. Mit dem Projektbudget wurde vorrangig Hardware gekauft sowie deren Inbetriebnahme und Online-Verwaltung sichergestellt. Weitere 600 Euro pro Anschluss werden von der Stadt zudem jährlich für den laufenden Betrieb aufgewendet.

Wir arbeiten bereits seit 2015 daran, öffentliches WLAN bereitzustellen. Mit dem jetzt erfolgten Ausbau des Netzes und dem kostenfreien Internetzugang wird unsere Stadt digital vorangetrieben.

Klaus Bohl, Bürgermeister der Stadt Bad Salzungen

Eigenständiger Ausbau von WLAN-Hotspots für den öffentlichen Raum

Das eigentliche Projekt begann 2016 mit einer zweijährigen Planungsphase, in der unter anderem eine Bedarfsanalyse erstellt wurde. Mit dieser Analyse, auch Ausleuchtung genannt, konnte die Stadt geeignete Standorte sowie die genaue Anzahl benötigter WLAN-Access Points bestimmen. Dabei wurde beleuchtet, an welchen öffentlichen Gebäuden Internet-Anschlüsse bereits vorhanden waren und an welchen Orten (Jugendclubs, Bibliotheken, Marktplätze, Museen, Bahnhöfe, Sportstätten) WLAN-Hotspots für die unmittelbare Umgebung einen Mehrwert schaffen würden. Nach erfolgreicher Identifikation der Standorte wurde die Umsetzung in großen Teilen von der Stadt selbst gestemmt. Dies passierte mit tatkräftiger Unterstützung kommunaler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem ortseigenen Bauhof. In Eigenregie wurden an den ausgewählten Standorten Kabel verlegt und Hotspots errichtet. Dadurch konnten Kosten für externe Dienstleister gespart und in zusätzliche WLAN-Hotspots investiert werden.

Während der Umsetzung des Projekts stießen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt auf nur wenige Schwierigkeiten. So reichte beispielsweise vereinzelt für die Errichtung von Access Points an den ausgewählten Orten die verfügbare Bandbreite nicht aus.

Einfach und unkompliziert an 13 Standorten ins kostenlose Internet

Heute gibt es dank des Projekts 13 Standorte mit 21 WLAN-Hotspots, die im Stadtzentrum verteilt sind. Die Bürgerinnen und Bürger können hier dadurch ohne Daten- und/oder Zeitbegrenzung im Internet surfen. Diese neu geschaffenen Möglichkeiten stießen bereits auf sehr positive Reaktionen der Menschen in der Stadt. Neben dem Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger hat die Kommune nun auch den Vorteil, die Hotspots über ein Online-Tool zentral zu verwalten. Hier lassen sich in Echtzeit Informationen zur Anzahl, zum Ort und zur beanspruchten Datenrate der eingeloggten Nutzer*innen ablesen und auswerten. Inzwischen werden durch die Stadt aufgrund des Projekterfolgs und der positiven Resonanz bereits eigenständig weitere WLAN-Access Points errichtet.

Fazit: Eigeninitiative zahlt sich aus.

Die Stadt Bad Salzungen hat gezeigt, dass mit relativ geringem finanziellem Aufwand ein weitreichender Ausbau und Betrieb von frei verfügbarem Internet möglich ist. Die insgesamt 21 WLAN-Hotspots verhelfen der Kurstadt zu einem Digitalisierungsschub und steigern die Attraktivität für Touristinnen und Touristen sowie auch die Bürgerinnen und Bürger.

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