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19. Februar 2025

Am 13. Februar 2025 veranstaltete das Gigabitbüro gemeinsam mit dem Breitbandzentrum Niedersachsen-Bremen einen Mobilfunkworkshop zum Thema „Kommunen als Treiber des Mobilfunkausbaus“. Ziel der Veranstaltung war es, die Rolle von Kommunen im Mobilfunkausbau zu beleuchten und anhand von Fallbeispielen zu diskutieren, wie sie als treibende Kraft agieren können.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Workshop. © Gigabitbüro des Bundes

Vertreterinnen und Vertreter der Landkreise und Organisationen bzw. Institutionen kamen zusammen, darunter die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH (MIG), das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), die Deutsche Telekom als Vertreter des Mobilfunkinformationszentrums, das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung sowie zahlreiche kommunale Vertretende. Die rund 25 Teilnehmenden gingen in den Dialog zu Herausforderungen und Chancen des Mobilfunkausbaus in Deutschland.

Gemeinsame Lösungen finden: Kommunen als Schlüsselakteure

Ein zentrales Thema war die Nutzung von Dächern im Zusammenspiel mit der Energiegewinnung und kommunalen Grundstücken für den Mobilfunkausbau. Diese Flächen bieten enormes Potenzial, um die Mobilfunkabdeckung effizient zu verbessern. Auch die Zukunft des Entwurfs eines Gesetzes zur Beschleunigung des Ausbaus von Telekommunikationsnetzen (TK-NABEG) beschäftigte die Teilnehmenden. Es könnte den rechtlichen Rahmen für den Ausbau weiter verbessern und bürokratische Hürden abbauen. Vertreterinnen und Vertreter aus Gifhorn, Osnabrück und Rotenburg Wümme berichteten von ihren Erfahrungen und den Herausforderungen in der Kommunikation mit TKU.

Impulse und Praxisbeispiele: Wie der Ausbau vor Ort gelingt

Der Workshop bot nicht nur theoretische Einblicke, sondern auch wertvolle Impulse und Praxisbeispiele für den Mobilfunkausbau vor Ort. So stellte das Gigabitbüro des Bundes seine vielfältigen Unterstützungsangebote vor, die den Kommunen dabei helfen, ihre digitalen Projekte erfolgreich umzusetzen. Hierzu gehören nicht nur Beratungen und Schulungen, sondern auch konkrete Unterstützungsdienstleistungen, die den Kommunen ermöglichen, den Ausbau voranzutreiben. Ein wichtiger Partner in diesem Prozess ist die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG), die mit ihrer Arbeit zur Schließung von Funklöchern und der Sicherstellung einer flächendeckenden Netzabdeckung beiträgt.

Der Weg zur Zusammenarbeit: Ein starkes Netzwerk zwischen Kommunen und Mobilfunkanbietern

Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Mobilfunknetzbetreibern. Bei diesem Terminvertrat die Deutsche Telekom, das Mobilfunkinformationszentrum. Thomas Fannasch von der Deutschen Telekom Technik betonte, wie wichtig eine enge Abstimmung zwischen beiden Partnern ist, um geeignete Flächen zu identifizieren und den Netzausbau voranzutreiben. In seinem Vortrag ging er auf die Herausforderungen durch bauliche Überlastungen (Stichwort: Statik bei Mobilfunkmasten) oder Veränderungen in der Landschaft ein, die den Ausbau erschweren können. Die Rolle der Kommunen, die aktiv nach neuen, geeigneten Standorten suchen und den Ausbauprozess unterstützen, wurde als unverzichtbar betont.

Sicherheit und Gesundheitsaspekte: Ein ausgewogenes Verständnis der Risiken

Bastian Hiller (BZNB), Matthias Scharf (Experte Mobilfunk) Zdravko Zapryanov (BZNB, Bereichsleitung), Herr Puchert (MIG), Herr Schuster (MIG), Dr. Florian Kohn (BfS), Thomas Fannasch (Deutsche Telekom), AP für Mobilfunkausbau vom NDS, Vertretende des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung. © Gigabitbüro des Bundes

Der Gesundheitsschutz im Zusammenhang mit Mobilfunkstrahlung ist ein weiterer wichtiger Aspekt. PD Dr. Florian Kohn vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gab den Teilnehmenden fundierte Einblicke in die wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um Mobilfunk und seine potenziellen Auswirkungen auf die Gesundheit. Dabei betonte er, dass die bestehenden Grenzwerte ausreichen, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten. Auch die neuen 5G-Technologien und ihre Auswirkungen auf den Strahlenschutz wurden diskutiert.

Mobilfunkausbau ist eine gemeinschaftliche Aufgabe

Abschließend wurde einmal mehr deutlich: Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Nur durch enge Zusammenarbeit und gelebte Kommunikation zwischen Land und Kommunen, Bund und den Mobilfunk-Unternehmen wird es möglich sein, die digitale Zukunft erfolgreich zu gestalten. Der Workshop in Osterholz-Scharmbeck hat gezeigt, wie wichtig es ist, alle relevanten Akteure an einen Tisch zu bringen und aktiv an der Umsetzung des Mobilfunkausbaus zu arbeiten.

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