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26. März 2019

Die CHS Container Group konzipiert, konstruiert und produziert Container für unterschiedliche Bedürfnisse. Die Bandbreite des Angebots reicht dabei von herkömmlichen Transport- und Lagerelementen über Kühlcontainer bis zu Modulgebäuden, in denen gearbeitet und gewohnt werden kann. Im Dezember 2018 besuchte das Breitbandbüro des Bundes das weltweit agierende Unternehmen in seinem Hauptstandort Bremen und konnte Geschäftsführer Christian Leopold zu den digitalen Entwicklungen in der Logistikbranche und ihrem Einsatz bei der CHS Container Group befragen.

Breitbandbüro des Bundes: Ihre Mitarbeiter sind weltweit vernetzt. Was genau heißt das, wie digital arbeiten Sie?
Christian Leopold: Die CHS Container Group hat einen großen finanziellen, aber auch zeitlichen Aufwand investiert, um das ERP-System Navision Dynamics einzuführen. Dieses bildet alle unternehmensspezifischen Prozesse ab und wird von allen Mitarbeitern genutzt, sodass rund um den Globus Bestände, Produktionsstatus, Controlling u.v.m. möglich ist.

BBB: Gehört der Lieferschein in Papierform bei Ihnen bereits der Vergangenheit an?
Christian Leopold: Grundsätzlich ist die Lieferung des Containers ohne Lieferschein in Papierform möglich. Hierzu müsste jedoch eine größere Initiative aller am internationalen Verkehr beteiligten Unternehmen stattfinden, um dieses auch praktisch umzusetzen. Dies führt dazu, dass wir den bewährten Lieferschein immer noch nutzen.

BBB: Setzen Sie schon digitale Assistenzsysteme ein wie Geräte mit autonomer Intelligenz und Entscheidungsfähigkeit, beispielsweise Kameras, Detektoren und selbstfahrende Autos?
Christian Leopold: Derzeit werden keine weiteren digitalen Assistenzsysteme in unserem Depot eingesetzt. Wir beobachten jedoch intensiv die Entwicklungen im Markt und glauben, dass sich einige dieser Assistenzsysteme auch zur Optimierung der Prozesse und Arbeitsabläufe in unserem Depot eignen würden. Hierzu gehören insbesondere die digitale Erfassung der Container zum Zeitpunkt des Depoteingangs und die Erstellung valider Daten zum jeweiligen Zustand.

BBB: Mit Blick in die Zukunft – was bedeutet Digitalisierung für Sie und Ihre Branche?
Christian Leopold: In der Logistik wird es in Zukunft unseres Erachtens eine starke Bewegung zur Digitalisierung der Prozesskette geben. Diesem Umstand wollen wir frühzeitig nachkommen und gemeinsam mit Kunden und Lieferanten digitale Prototypenprojekte durchführen, um die Bedürfnisse aller am Logistikprozess beteiligten Teilnehmer zu erkennen und in die Umsetzung mit einzubeziehen. Durch die Konsolidierung der Märkte wird die Automatisierung von Prozessen eine große Bedeutung erlangen, der wir uns zwangsläufig stellen müssen, um unsere Position im Markt zu behaupten.

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