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17. März 2021

In vielen Branchen wird über 5G gesprochen und welche neuen Möglichkeiten sich dadurch unter anderem für die Industrie, aber beispielsweise auch für die Medizin und Landwirtschaft ergeben. Und obwohl sich das gesamte Potenzial von 5G noch nicht gänzlich abschätzen lässt, wird bereits an der übernächsten Generation des Mobilfunks geforscht. Über die Forschungsschwerpunkte hinsichtlich 6G und die darin begründeten Visionen wurde sich unter anderem im Rahmen des „WIFI 6 x 5G Campus“ Experten-Roundtables ausgetauscht.

Die Grundlagenforschung hat begonnen

Die Forschung zu 6G hat bei Nokia Bell Labs, einem Tochterunternehmen von Nokia und Teil dessen Forschungs- und Entwicklungsabteilung, bereits vor drei Jahren begonnen. Unter dessen Leitung arbeiten hier 25 Partner aus der Industrie und Wissenschaft im Rahmen des „Hexa-X Projektes“ zusammen, um die Grundlagenforschung an 6G voranzutreiben. Dabei beschäftigen sich die Forscher mit wichtigen Fragestellungen, auf die 5G noch keine abschließende Antwort liefert, wie etwa Wireless Cognition, Sensing und Imaging. Eine konkrete technische Spezifizierung von 6G liegt zwar noch in weiter Ferne. Worüber es sich aber heute schon zu berichten lohnt, ist die Vision dessen, wie sich die Welt mit dieser neuen Technologie verändern könnte.

Eine Vielzahl neuer Anwendungsfelder wurde identifiziert

Dank der Nutzung neuer Frequenzen und KI-Optimierter Funkübertragung soll es unter anderem möglich sein, eine Vielzahl an Sensoren in unserer Umgebung zu vernetzen. Diese wären dazu in der Lage, verschiedenste Aspekte unserer Realität zu erfassen. Die erhobenen Daten könnten genutzt werden, um Modelle unserer physischen und biologischen Umgebung zu erzeugen, aus denen sich Rückschlüsse und Vorhersagen über die reale Welt ziehen lassen. Weniger abstrakt gesprochen, kann sich dadurch die Art und Weise ändern, wie wir mit unserer Umwelt interagieren. So könnte sie viel selbstständiger unsere Bedürfnisse und Intentionen erkennen und sich entsprechend an uns anpassen. Und das in allen Bereichen unseres Lebens.

Obwohl wir uns mit dem kommenden Standard 5G auf ein leistungsstarkes Netz freuen dürfen, welches bereits das Vielfache der derzeit möglichen Übertragungsraten mit 4G ermöglicht, ist das Maximum noch lange nicht ausgeschöpft. 6G wird nicht nur aktuell genutzte Frequenzen ablösen, sondern auch alternative Wege für den bisher bekannten Festnetzanschluss bereiten.

Stefan Heß, Gigabitbüro des Bundes


Beispielsweise würden Sensoren eine erhöhte Konzentration von Schweiß an dessen biochemischer Zusammensetzung erkennen und daraus auf körperliche Anstrengung oder einen schlechten Gesundheitszustand einer Person schließen. Durch die Vernetzung mit anderen Sensoren und einer KI kann in dieser Situation automatisch entschieden werden, einen Arzt zu rufen oder der Hinweis gegeben werden, dem Körper Flüssigkeit zuzuführen. Aber auch das Thema Telepräsenz in Form von Hologrammen und Avataren in der erweiterten (AR) und virtuellen (VR) Realität wird durch 6G greifbarer.

Forscher sprechen von sechs Schlüsseltechnologien für 6G

Erhöhte Leistungsfähigkeit und ein hoher Bedarf an Sicherheit

Die Funkübertragung im 6G Standard, mit der enorme Datenübertragungsraten, geringe Latenzen und eine Vielzahl gleichzeitig unterstützter Geräte erreicht werden sollen, wird Frequenzen im Terrahertz-Bereich nutzen. Eine KI soll eingesetzt werden, um jederzeit die Datenübertragung an die örtlichen Begebenheiten anzupassen. Die Aspekte Sicherheit und Vertrauen nehmen in der Entwicklung von 6G einen besonders hohen Stellenwert ein. Aus der großen Anzahl vernetzter Geräte und Daten resultiert eine hohe Verantwortung für deren Schutz gegenüber Unternehmern und Verbrauchern. Viele weitere Anwendungsbeispiele und genaue Erläuterungen zu technischen Zielsetzungen und Forschungen sind unter anderem auf der auf der Seite des Nokia Bell Labs zu finden.

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